Veröffentlicht am: 11. März 2021

Sieh das größere Bild!

Grenzen existieren nur in unseren Köpfen

Seit einem Jahr kämpfen Politiker, Mediziner, Pharmazeuten und sicherlich auch jeder Einzelne auf seine Weise gegen die Corona-Pandemie. Diese Situation stellt die Menschheit, neben dem eigentlichen Ursache-/Wirkungsprinzip der Seuche, noch vor ein weiteres Problem, welches in seinen Ausmaßen noch nicht definierbar ist. Damit meine ich nicht die wirtschaftlichen Auswirkungen, sondern die Tatsache, dass wir uns neue Grenzen geschaffen haben. Wir haben imaginäre Grenzen geschaffen, uns in Länder unterteilt und vergessen lässt, dass wir in Wirklichkeit alle zusammenleben.

Hast Du Dir in den letzten Monaten mal die Frage gestellt, wie sich Deine Einstellung zu Reisen generell verändert hat?  Wie stehst Du Besuchern und Touristen aus fremden Ländern heute gegenüber? Werden wir möglicherweise zunehmend mit Misstrauen behaftet auf andere Menschen zugehen müssen, um unsere eigene Gesundheit zu schützen? Wir Deutsche sind ein Reisevolk. Wird diese Reiselust unvermindert weitergehen, auch wenn die Reisebedingungen in Zukunft entschärft werden?

Stell Dir einmal vor, Du würdest eine Reise zum Mond machen. Während Du in dem Raumschiff sitzt, schaust Du zurück auf die Erde. Du siehst dieses Bild des blauen Planeten und vielleicht erregt das, was Du siehst, ein klein wenig das Gefühl der Ehrfurcht in Dir.

Klar siehst Du, dass die Kontinente durch die Meere voneinander getrennt sind. Doch sind die Kontinente so groß und gewaltig, dass Du die Verbundenheit der Menschen, die auf diesem Planeten leben, immer noch deutlich sehen und erkennen kannst. 

Wir Menschen haben uns imaginäre Grenzen geschaffen. Wir haben uns in Länder und Staaten unterteilt und vergessen, dass wir in Wirklichkeit alle zusammenleben. Wir atmen dieselbe Luft, trinken aus demselben Wasser und essen die Lebensmittel, die von der derselben Erde stammen.

Ich bin mir bewusst, dass es immer noch zu viele Ungleichgewichte in der Verteilung von Ressourcen gibt: Nahrung, sauberem Wasser, politische, medizinische sowie gesundheitliche Sicherheit und Freiheit. In den meisten Fällen trifft es nichtsdestoweniger zu, dass wir alles auf diesem Planeten mit anderen Menschen teilen können. Ob wir uns dessen bewusst sein wollen oder nicht.

Veränderungen sind immer Chancen – es liegt an Dir was Du daraus machst

Was hat all dies mit dem Thema Veränderung zu tun? Es geht für mich darum, dass wir diese Pandemie als Chance begreifen und wahrnehmen können oder als eine Last und Hürde empfinden. Es steht außer Frage, dass zu viele Menschen an den Auswirkungen von Corona gestorben sind und auch noch sterben werden. Die Veränderungen, die es in uns bewirkt, können wir – jeder Einzelne für sich –  steuern, sowohl akzeptieren als auch ablehnen. Die Frage, die sich stellt: Mit welcher Position – Akzeptanz oder Ablehnung – kann ich am Ende besser leben? Ohne Zuversicht darauf, dass wir nur gemeinsam diesen Weg der Akzeptanz und  den Kampf gegen die Pandemie gehen können und uns symbolisch die Hand reichen, wird es für niemanden leichter.

Lass uns doch vielleicht einen Versuch starten! Er kostet Dich nichts. Hast Du ein Foto oder Bild von der Erde? Vielleicht besitzt Du aus einem alten Schulatlas oder aus einem Magazin solch ein Foto. Du kannst es auch im Internet suchen und ausdrucken. Häng‘ Dir dieses Bild an einer gut sichtbaren Stelle in Deinem Zuhause auf. An eine Stelle, an der Du mehrmals am Tag vorbeiläufst und der Blick unweigerlich auf dieses Foto fällt. Jedes Mal, wenn Du auf unseren Blauen Planeten schaust, versuche Dich an die Vernetzung der Menschen untereinander zu erinnern. Welche Gefühle kommen dabei in Dir hoch? Spürst Du die positive Möglichkeit, Dich auf diese Gedanken und Gefühle einzulassen, wenn Du Dir immer wieder in Erinnerung rufst, dass Du ein Teil des großen Ganzen bist? Du stehst nicht außerhalb, sondern mittendrin, so wie Dein Partner, Deine Kinder, Deine Familie und Freunde, Deine Arbeitskollegen und Nachbarn – so wie jeder Mensch und jedes Lebewesen, dass Dir tagtäglich begegnet.

Wenn wir darüber nachdenken, dass jedes Gefühl der Trennung voneinander in Wahrheit nur eine Illusion ist, werden wir auf natürliche Weise beginnen, bewusstere Entscheidungen in unserem täglichen Leben zu treffen.

Banale Vorgänge wie zum Beispiel die Zubereitung von Essen oder zu bestimmen, wie unser Müll entsorgt werden soll, kann mit einem Bewusstsein erfolgen, dass alles, was wir tun, nicht nur Dich alleine oder Dein nahes Umfeld betrifft. Es betrifft uns alle, egal wie nah oder fern Du Deine täglichen Entscheidungen im Leben umsetzt.

Deine Gedanken werden Dein Schicksal sein – Think positive

Mit dieser Art von Bewusstsein – indem wir aus uns selbst heraus die Ehrfurcht vor dem etablieren – was wir denken, was wir tun und uns weniger als ein außenstehender Teil der Gesellschaft zu betrachten – wird es einfacher bewusst zu leben und wir fallen dadurch seltener in alte Gewohnheiten zurück.

In diesem Zusammenhang kommt mir ein Spruch meines Mentors in den Sinn. Jedes Mal, wenn wir über das Thema Mindset gesprochen haben, hat er diesen Spruch zitiert, dass er mir mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen ist:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte; 

Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen;

Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten;

Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter;

Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal! 

Lies Dir diesen Spruch mehrere Male durch – bewusst Wort für Wort, Satz für Satz! Wenn Du, wie bei einem Dreisatz, links oben Deine Gedanken stehen hast, kommt rechts unten als Ergebnis Dein Schicksal heraus. Deine Gedanken bestimmen Dein Schicksal. Dein Schicksal bestimmt Deine Gedanken. Veränderungen in Dir spiegeln nichts anderes als Deine Gedanken und Dein Schicksal wider. Aber genauso werden Deine Gedanken und Dein Schicksal auch Teil der Gemeinschaft, in der Du lebst. Wenn wir die Erde in ihrer Gesamtheit betrachten, stimmen wir uns auf die Wahrheit eines Gesamtbildes ein, das die Erde am Ende des Tages ist.

Auf intimste Weise sind wir alle miteinander verbunden, weil wir unseren Lebensraum teilen. In dem, dass wir uns unserer Verantwortung und der Realität unserer gegenseitigen Abhängigkeit bewusstwerden, können sich die Dinge in eine positive Richtung verändern. Ein Großteil der Zwietracht, Missgunst, Neid, Habgier, Hochmut usw. die wir heute sehen, kann einem kooperativen und liebevolleren Bewusstsein weichen. 

Vielleicht geschieht dies sogar bereits und wenn unser aller Bewusstsein weiterwächst, können wir uns mit den vielen anderen Köpfen verbinden, die daran arbeiten im Geist der Zusammengehörigkeit zu leben.

Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt. (Mahatma Gandhi)

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