Gehörst Du auch zu den Menschen, die sich nicht oder nur schwer entscheiden können? Egal ob es die vielen kleinen Entscheidungen im Alltag sind oder eine gravierende Entscheidung, die nicht nur Dich, sondern auch Dein Umfeld betreffen wird. Treffe Deine Entscheidungen von heute an bewusster und eigenverantwortlich, für mehr Selbstbestimmung in Deinem Leben.
Veröffentlicht am: 28. Februar 2021

Selbstbestimmung

Von bewussten und unbewussten Entscheidungen

Schätze mal,  wieviel Entscheidungen Du im Durchschnitt pro Tag triffst? Es sind ca. 20.000 Entscheidungen, fast 14 Entscheidungen pro Minute. Entscheidung – einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig, vierundzwanzig, fünfundzwanzig – Entscheidung – einundzwanzig, zweiundzwanzig und so weiter. Alle fünf Sekunden trifft Du also eine Entscheidung und da wir auch irgendwann mal schlafen müssen, ist der Entscheidungsprozess im Wachzustand logischerweise noch enger getaktet. Niemand schafft diese Höchstleistung im Zustand des vollen Bewusstseins und so werden die meisten Entscheidungen im Zustand des Autopiloten – manche nennen es auch Unterbewusstsein getroffen – ohne das wir darüber eine tatsächliche Macht haben.

Für Menschen, die sich nicht entscheiden können oder Angst haben die ‚richtige‘ Entscheidung zu treffen, kann dieser Zustand gelegentlich zu einem Höllentrip werden. Warum das so ist erkennen wir leicht, wenn wir uns die Herkunft des Wortes ‚entscheiden‘ einmal genauer ansehen. Der Wortstamm „sceiddan“ oder „intsceidôn“ bedeutet so viel wie ‚aus der Scheide ziehen‘ oder ‚trennen‘. Bei einer Entscheidung sind also mindestens zwei Handlungsalternativen notwendig, um mich von einer oder mehreren Optionen zu trennen. Aktives Entscheiden heißt also auch Verantwortung wahrzunehmen. Das ist einer der Hauptgründe, warum sich so viele Menschen schwertun, Entscheidungen zu treffen. Denn selten liegen wirklich alle Informationen in vollem Umfang vor und das Restrisiko der Ungewissheit bereitet einigen Menschen große Angst.

Entscheidung ist nicht gleich Entscheidung

Egal ob es um eine banale Entscheidung geht, in welches Restaurant Du mit Deinem Partner oder Deiner Partnerin gehen wirst. Wird es ihm oder ihr gefallen? Hast Du dabei berücksichtigt, ob er oder sie das Essen mag und verträgt. Eine Entscheidung, die zu Beginn einer Beziehung vielleicht ein wenig mehr wiegt, als nach 20 Jahren Ehe, wenn Du Deinen Partner so gut kennen wirst, dass diese Entscheidung mehr unterbewusst als bewusst getroffen wird.

Möglicherweise steht bei Dir mal eine Entscheidung mit einer großen Auswirkung an, wie  beispielsweise der Umzug in ein anderes Haus, eine andere Stadt oder sogar in ein anderes Land. Diese Entscheidung kann nach 20 Jahren Ehe, mehr Entscheidungsschmerz bereiten, als zu Beginn der Beziehung. Die Fragen, was passiert mit dem Freundes- und Bekanntenkreis, gibt es noch schulpflichtige Kinder u.v.m. wiegen oft schwerer als in jungen Jahren. Die Lebensumstände haben bei Entscheidungen somit immer einen sehr großen Bezug.

Entscheidungen sind von heute an nicht mehr delegierbar

Der richtige Entscheidungsprozess kann Dich bestenfalls befähigen und Dir ermöglichen, die Vorteile der Selbstbestimmung zu genießen. Es kann aber auch eine Quelle der Angst sein, weil Entscheidungen uns zwingen, dass wir uns den Möglichkeiten von Unzufriedenheit und inneren Konflikten zu stellen haben. Infolgedessen entscheiden sich viele von uns dafür, Entscheidungen zu vermeiden, indem sie anderen Menschen erlauben, diese für uns zu treffen. Wir übergeben unsere Macht an Ehepartner, Verwandte, Freunde oder Kollegen und gewähren ihnen die Verantwortung für unser Leben zu übernehmen. Verantwortung, die aber zu Recht uns gehört!

Obwohl einige Entscheidungen, die wir treffen müssen, oft schwierig sind, werden wir mit jedem Mal autarker und sicherer, wenn wir uns selbst genug vertrauen und zutrauen. Dabei hilft es, sich bewusster zu machen, wie man entscheidet und wie gut einem diese Entscheidung getan hat. Wie kann das funktionieren und wie kann jeder einzelne diesen Bewusstseinsprozess steuern und dabei viel stärker selbst in die Hand nehmen?

Nimm Deine Entscheidungen bewusster wahr

Ich liebe zum Beispiel Kaffee, er ist für mich purer Genuss. Ich liebe den Geschmack: Heiß muss er sein und schwarz wie die Nacht – so mag ich meinen Kaffee am liebsten. Mehrmals am Tag gehe ich zu meiner Kaffeemaschine und bereite mir einen Crema. In den meisten Fällen ist es sogar eine unbewusste Tätigkeit. Dann sitze ich wieder an meinem Schreibtisch und genieße meine Tasse Kaffee. Viel zu selten mache ich mir jedoch Gedanken und nehme mir die Zeit, mir selbst für diese gute Entscheidung zu danken. Wie wäre es, dieses gute Gefühl einmal viel stärker wertzuschätzen? Sich selbst dafür belobigen, was für eine gute Entscheidung es war, sich etwas Gutes zu tun. Egal ob es der Kaffee ist, eine gute Tasse Tee, ein warmes Enstpannungsbad, eine Runde Joggen oder schlichtweg mal die Augen zu schließen, um tief durchzuatmen. Es sind die kleinen Entscheidungen im Leben, für die wir meistens nie wirklich dankbar sind. Aber es sind Handlungsentscheidungen, die uns das Wohlbefinden und den Spaß am Leben bereiten. Je mehr Du Dir selbst für Deine guten Entscheidungen dankst, gewinnst Du die Kraft, Deine Selbstbestimmung viel besser machtvoll einzusetzen und zu nutzen.

Letztendlich kannst nur Du wissen, wie sich die vorhandenen Entscheidungsoptionen auf Dein tägliches Leben und Dein langfristiges Wohlbefinden auswirken. In Dir liegt die Kraft, die Vor- und Nachteile jeder Wahl kompetent abzuwägen. Selbst wenn Du Dich mal nicht in der Lage fühlst, eine Entscheidung zu treffen, gibt Dir Deine innere Weisheit und Dein intuitiver Verstand fundierte Ratschläge, wenn Du an Dich selbst glauben kannst. Weil Du weißt, dass Du so oft tagtäglich die guten Entscheidungen für Dich triffst, die Dir einen Moment der Freude bereiten.

Versuche vor allem zu Deinen eigenen Schlussfolgerungen zu kommen, bevor Du Dich von anderen beraten lässt, und verwende ihre Vorschläge selbst dann nur als eine ergänzende Informationen und nicht als wertende Stimme!

Es gibt keine falsche Entscheidung, solange Du die Verantwortung zu tragen bereit bist

Vergiss Deine Angst vor möglichen falschen Entscheidungen. Selbst wahrgenommene Fehler können Dich auf wunderbare und unerwartete Wege führen, die Dich lebensverändernden Erfahrungen aussetzen. Wenn Du die Vorstellung loslässt, dass bestimmte Entscheidungen völlig richtig, während andere völlig falsch sind, wirst Du viel weniger versucht sein, andere Menschen aufzufordern, die Zügel Deines Schicksals zu übernehmen.

Wenn die getroffenen Entscheidungen Deine eigenen sind, wirst Du das Ergebnis dieser Entscheidungen bewusster wahrnehmen, akzeptieren und gerne die Verantwortung dafür übernehmen. Deine Entscheidungen werden eine reine Spiegelung Deiner Wünsche, Deiner Kreativität, Deines Bewusstseins und Deiner Kraft sein. Du verstehst, dass Du mit Deinen Entscheidungen leben und Verantwortung übernehmen musst und so, jedes Mal – mehr und mehr – große Sorgfalt walten lässt, wenn Du zu den Schlussfolgerungen einer Entscheidung kommst.

Wenn Du lernst, informierte und autonome Entscheidungen für Dich zu treffen, erfährst Du die notwendige Freiheit Dein Leben bewusst und ungestört – einfach komplett selbstbestimmt – zu steuern.

Hast Du auch oft Angst vor Entscheidungen oder fühlst Dich unwohl eine Entscheidung zu treffen, dann kann ich Dich dabei unterstützen bessere Entscheidungen und vor allem Selbstsicherheit in Deinem Entscheidungsprozess zu erlangen.

Dein

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