Veröffentlicht am: 28. Februar 2021

Befreie Deine inneren Wünsche

Der ewige innere Monolog

Kennst Du die Situation, dass Du Selbstgespräche mit Dir führst? In Deinem Inneren führst Du Monologe mit Deinem Partner, Deinem Chef, Deinen Kindern oder Eltern. Du sagst was Dir nicht passt oder vielleicht auch das was Dir besonders gut gefallen hat. Du hältst eine flammende Rede und die Worte fließen wie flüssiges Gold aus Deinem inneren Mund. Aber irgendwie kommt das nie so rüber, wenn Du dieser Person dann gegenüberstehst. Dabei war doch alles so einfach, wohlüberlegt, argumentativ und auf den Punkt. Aber leider nur in Deiner Kommunikation nach innen. Sobald es darum geht, genau diese Gefühle nach außen zu tragen, blockiert etwas in Dir, in Deinen Worten und Gedanken. Später ist alles wieder da und dann ärgerst Du Dich, dass es Dir genauso, zum rechten Zeitpunkt, nicht mehr eingefallen ist. Das ist alles eine Frage der Übung!

Deine beste Chance, das zu bekommen, was Du brauchst oder sagen möchtest, besteht darin zu lernen richtig zu kommunizieren, indem Du Deine innere Stimme in Deine äußere Stimme umwandelst. Leichter gesagt als getan, wirst Du vielleicht jetzt denken. Ich sage auch nicht, dass es einfach werden wird. Aber ich sage Dir, dass es jeder schaffen kann, besser zu kommunizieren, um sich nicht nur verständlich zu machen, sondern um das zu erreichen, was das Ziel der gesendeten Botschaft auch wirklich ist.

Das Kommunikationsquadrat

Jeder von uns hat einen internen Filterprozess entwickelt, mit dessen Hilfe wir auswählen können, welche Teile unserer ständigen inneren Monologe außerhalb unseres Kopfes geäußert werden. Manchmal basiert die Wahl auf dem, was wir für höflich oder angemessen halten. Nicht selten verwenden wir eine Art der  Subtilität anstelle von Direktheit, um zu versuchen, unseren Standpunkt zu vermitteln und genau darin liegt der Knackpunkt. Weil wir Menschen nun mal unterschiedlich kommunizieren und die gesagten Worte unterschiedlich interpretieren. Der Kommunikationswissenschaftler Friedemann Schulz von Thun hat dazu ein Modell entwickelt, mit dem er die vier Ebenen der Kommunikation darstellt. Wenn Du diese vier Ebenen kennst und weißt, dass jede Deiner Äußerungen auf vierfache Weise wirksam ist. Ob Du willst oder nicht, jede Deiner Aussagen sendet vier Botschaften gleichzeitig aus:

  • Du gibst eine Sachinformation, in dem Du bekannt gibst, worüber du informierst
  • Du machst eine Selbstkundgabe, in dem Du festlegst, was Du von Dir zu erkennen gibst
  • Du gibst einen Beziehungshinweis, in dem Du offenbarst, was Du von der Person gegenüber hältst und wie Du zu ihr stehst
  • Du machst einen Appell und gibst kund, was Du bei der Person erreichen möchtest.

Aber, es wichtig zu verstehen, so wie Du Deine Botschaft auf vierfache Weise übermittelst, empfängt Dein Gegenüber auch auf vier verschiedenen Kanälen. Die Person entschlüsselt auf ihre Weise worüber Du informierst, was Du von Dir zu erkennen gibst, was die Person denkt wie Du zu ihr stehst und von ihr denkst und was Du mit Deiner Aussage erreichen willst. Ganz schön kompliziert, oder?

Übung macht den Meister – auch in der Kommunikation

Stimmt, insbesondere dann wenn Du als Sender Deiner Botschaft eine andere Intention verfolgst, als der Empfänger diese versteht. Schon kommt es zu Missverständnissen und dann ist der Ärger meistens vorprogrammiert. Kommt diese Situation häufiger vor und möglicherweise auch mit unterschiedlichen Personen, kann dies dazu führen, dass Du Dich in Deiner Kommunikation selbst blockierst und daraus folgt, dass die innere Stimme die Überhand gewinnt. Kommunikation ist wie Schlittschuhlaufen, je mehr und häufiger Du übst, desto fliesender wird es. Niemand springt aus dem Stand einen dreifachen Salto, ohne vorher geübt zu haben. Üben, üben, üben und nochmal üben ist das einfachste, aber auch wirksamste Rezept fliesend in der Kommunikation zu werden. Mach Dir also vor wichtigen Gesprächen bewusst, dass Deine Äußerung vier Kanäle nach außen hat, die die vier Ohr Deines Gegenübers erreicht.

Mach Dir die Auswahl Deiner Erwartungen an die andere Person klar und bewusst, was sie über Dich, Deine Gefühle und Deine Bedürfnisse wissen sollte. Deine beste Chance, das zu bekommen, was Du brauchst, besteht darin, gezielt zu kommunizieren, indem Du lernst, Deine innere Stimme in Deine äußere Stimme umzuwandeln.

Dies mag manchmal unnötig erscheinen, insbesondere wenn wir glauben, dass die andere Person dieselben Informationen hat, mit denen wir selbst arbeiten, aber wir müssen uns daran erinnern, dass sie auch ihre eigene innere Stimme hat und bewertet, was sie im Lichte ihrer eigenen Probleme und Bedürfnisse hört.

Der kommunikative Akt der Schöpfung

Mit viel Überlegen und einer Überladung von Informationen sind wir dann nicht wirklich besser dran, wenn wir endlich lernen präzise zu kommunizieren? Dies minimiert nicht nur die Wahrscheinlichkeit von Fehlinterpretationen, sondern ist auch ein Schöpfungsakt, wenn wir unsere Gedanken äußern. Wir wandeln unsere Gedanken und Vorstellungskraft in Klang um und geben sie aus der Kammer unseres Geistes in die Außenwelt frei. Dies bringt Energie und Absicht mit sich und lässt unsere Gedanken, Wünsche und sogar Träume wahr werden.

Wenn wir den Mut haben, unsere Gedanken auszusprechen und unsere Stimme zu benutzen, um die Wünsche unserer Herzen von unserer inneren Welt nach außen zu senden, machen wir einen mutigen Schritt, um diese Gedanken bestmöglich zu verwirklichen.

Indem wir die Angst vor dem, was andere denken, und die Erwartung, was andere verstehen sollten, beseitigen, befreien wir uns und unsere Gedanken von der Bindung der mentalen Kammer und lassen unsere Wünsche auf die Leinwand der Welt los. Wenn wir uns das nächste Mal bewusst werden, dass wir die Wahl haben, wie wir kommunizieren möchten, können wir unsere Außenstimme verwenden und ihre kreative Kraft bei der Arbeit beobachten.

Möchtest Du besser, zielgerichteter und effektiver in Deiner Kommunikation werden, dann schreibe mir oder buche gleich ein kostenfreies Erstgespräch. 

Dein

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